Genealogie List-Familien

Von List zu Liszt

Franz Liszt

Franz Liszt

Wie Liszt zum z kam

«In Ungarn wurde es von der Regierung gewünscht, dass alle Deutschen, die sich durch eine höhere Bildung über die grosse Masse der Bauern erhoben hatten, ihre Staatsgesinnung durch Annahme eines madjarischen Namens bewiesen. Die vor 150 Jahren aus Oberösterreich ausgewanderten Familien Zanner und Ziller wurden in Deutsch-Mohrau im alten Ungarn zu Czauner und Cziller, als tschechoslowakische Staatsangerhörige schrieben sie sich dann Cauner und Ciller. Madjarisierte Namen sind z.B. Szonntag, da im Madjarischen sz wie s, s aber wie sch lautete, Humfalvy (Hundsdörfer), Vambéry (Bamberger).

Auch die Schreibung Liszt statt List gehört hierher. Dabei war Liszt der madjarischen Sprache überhaupt nicht mächtig. 1931 gaben 1400 Deutschungen den Namen ihrer Väter auf (Ztschr. Muttersprache 1932, 197).» [1])

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[1] Max Gottschalb, Deutsche Namenskunde, Unsere Familiennamen nach ihrer Entstehung und Bedeutung von Verlag Walter de Gruyter u. Co, Berlin 1945